Am 11. April 2018 schickt der US-Präsident Donald Trump sein elektronisches Vögelchen wieder durch die Datenlüfte, um aller Welt zu verkünden, dass er Raketen nach Syrien schicken werde. Mit „Get ready Russia“ antwortet er auf Russlands Ankündigung, jede Rakete, die auf Syrien abgefeuert werde, vom Himmel zu holen.
Beide Atommächte geben sich hier verbal die Kante, ausgelöst durch einen vermeintlichen Giftgasangriff in Syrien. Es gibt Hinweise – und das ist schon nicht mehr hinnehmbar, wie man mit dem Schicksal der Menschen dort umgeht – und es gibt keine Beweise dafür, dass Assad der Schuldige sei und Russland wieder die schützende Hand über ihn halte. Verständlich, dass der Trumpel vom Weißen Haus Rot sieht.
So nah war die Welt schon lange nicht mehr an einem heißen Krieg. Und Deutschland und die UNO ziehen nicht die Notbremse und stellen sich als vermittelnde Puffer zwischen Putin und Trump. Hier ist eine klare Haltung von Nöten – beispielsweise beim bevorstehenden Besuch der wohl immer noch einflussreichsten Politikerin der Welt Angela Merkel, ihres Zeichens Bundeskanzlerin dieser Deutschen Republik, in den USA. Um für den Erhalt des Weltfriedens einzutreten, bedeutet für sie als Repräsentantin des deutschen Volkes kein Einknicken vor Assad oder Putin und schon gar kein Zeichen von Schwäche gegenüber Trump. Es ist die einzig machbare Lösung, bevor der regionale Syrien-Krieg zum weltweiten Flächenbrand wird.
Am 16. Januar 1991 war ich Ohrenzeuge am Radio, wie die US angeführte westliche Allianz den Irak aus dem von ihm annektierten Kuweit mit einer übermächtigen Militärpräsenz vertrieb. 12 Jahre später, am 20. März 2003, war ich schon Augenzeuge über das Fernsehen, wie sich die USA und Großbritannien mit Tonnen von ferngelenkten Raketen, ausgestattet mit Videokameras, nicht nur in irakische Militärstellungen, sondern auch in Städte und Dörfer den Weg nach Bagdad frei bombardierten. Es stellte sich gerade bei diesem zweiten Krieg der westlichen Allianz heraus, dass der Auslöser des Krieges um die Golfregion „Fake-News“ des amerikanischen Geheimdienstes waren. Bis heute gibt es keine genauen Opferzahlen – weder von militärischen, noch von zivilen Opfern beider Kriege.
Und sei dies nicht genug. Bis heute sind der Irak, Afghanistan, das am 7. Oktober 2001 als Folge der Angriffe von 911 angegriffen und annektiert wurde, Libyen, durch die französische Opération Harmattan am 19. März 2011 und fortführend durch die Operation Odyssey Dawn der Amerikaner ins Mittelalter zurückgebombt … keine befriedeten Gebiete. Die USA haben mit der Niederlage 1975 gegen Vietnam sich niemals eingestehen können, dass es ihrer so allmächtigen Armee und deren Verbündeten nicht gelingt, Kriege zu führen und schon gar zu gewinnen. Weil niemand eine Krieg gewinnen kann. Warum dann erneut eine Kriegsdrohung?
Die Antwort darauf kann uns vielleicht ein Vögelchen zwitschern. Vielleicht per Tweed oder per TV oder per Radio. Das Trumpelchen aus dem Weißen Haus sollte schleunigst alle medialen Kanäle nutzen, um seine unverhohlene Drohung gegen den schwächelnden Weltfrieden zu revidieren. Nimm die Finger vom Smartphone, wähl die Nummer von Putin und setzt Dich mit Väterchen Zar an einen Tisch, um zu reden und einen Krieg 3.0 mit aller Eurer Macht zu verhindern.

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